Dass nichts bleibt, wie es war

Manchmal träume ich schwer und dann denk‘ ich es wär‘
Zeit zu bleiben und nun was ganz And’res zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar,
Dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war. (Hannes Wader)

Woher diese Ruhelosigkeit? Warum die ständige Suche nach einem endgültigen Halt, einer letzten Heimat? Es wird viel gebaut in Paderborn, alte Häuser verschwinden, immer mehr neue entstehen. So auch in der Fürstenallee, die ich seit meinen ersten Tagen in der Stadt so gut kannte. Wo würde ich mit Duna meine Runden drehen, wenn ich in so einem neuen Haus wohnen würde? Wäre das ein Zuhause, diese Straße, die für meinen Anfang in der Stadt steht? Dabei ignorierend, dass ich mir diese Mieten dort nicht leisten könnte.

Wenn ich an Zuhause denke, dann kommen andere Bilder. Mulberry Hill in Penmaen in Südwales. Die Lowerfield Farm in den Cotswolds, Churchill Guest House in Dover, in dem ich seit den Achtzigern unzählige Male geschlafen habe, meistens im winzigen Blenheim. Als ich heute durch die Fürstenallee fuhr, um für die kommende Woche Dunas Futter zu holen, kam in mir das Gefühl auf, dass Wewelsburg nicht der letzte Ort sein wird. Mir kam sogar schon der Gedanke, ob es eben nicht zu spät ist, mir ein Zuhause auf der großen Insel zu suchen. Doch noch den Schritt zu wagen. Ich habe nie begriffen, woher diese Unbeständigkeit in mir stammt. Was mich immer wieder in Gedanken, und Taten, von hier nach dort führt. Außer der Erkenntnis, dass nichts bleibt, wie es war.

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