Einträge von Rainer

Ein erster Schritt

Wenn ich an den Sommer 2020 zurück denke, an die Tage bei Sue und Garrath, waren es andere Zeiten. Ich konnte es gar nicht erwarten, am Morgen zu frühstücken und mich auf den Weg zu machen. Keine Strecke war zu lang, kein Hügel zu steil. Das Wetter war besser, doch ich erinnere mich, auch im […]

Here, and there, and everywhere

Jetzt hier in der zweiten Heimat, unterwegs auf den dichten und satten Weiden, umgeben von Fells und Dales, stellt sich so manche Frage wieder. Vielleicht nur mir, vielleicht auch nicht. Als ich mich vor ein paar Tagen auf den Weg machte, war es ein fast banges Gefühl, wie es nach bald zwei Jahren Abwesenheit von […]

Aus der Ferne betrachtet

Wir Menschen sind alle auf Augenhöhe. Niemand ist besser als andere. Warum auch? Es gibt auch keine Norm, wer besser wäre als jemand anderes. Hier sieht man schon: Okay, da stellt sich jemand selbst auf ein Podest oder wir stellen jemand anderen auf ein Podest. Das ist dann eine Red Flag. Sie zeigen sich dann […]

Freiheit durch Grenzen

Das Dorf. Ein Synonym für Begrenztheit, Rückständigkeit, Beschränktheit, Muffigkeit, beobachtet von den Nachbarn. Der Vorteil des Dorfes ist: Jeder kennt einen. Der Nachteil des Dorfes ist: Jeder kennt einen. So waren auch meine Vorstellungen, denn weder Paderborn-Sande noch Nienhagen, meine früheren Wohnorte, waren Dörfer. Wewelsburg ist Dorf. Im Dorf wird gegrüßt. Im Dorf wird Müll […]

Dass nichts bleibt, wie es war

Manchmal träume ich schwer und dann denk‘ ich es wär‘ Zeit zu bleiben und nun was ganz And’res zu tun. So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar, Dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war. (Hannes Wader) Woher diese Ruhelosigkeit? Warum die ständige Suche nach einem endgültigen Halt, einer letzten […]

Was ich von Agnes Jurati* gelernt habe

Dürfen wir eigentlich sein, was wir wirklich sind? Dürfen wir sichtbar machen, wer wir sind und wofür wir stehen? Nicht die politische Überzeugung ist gemeint, oder was man so als Haltung bezeichnet. Mehr Fähigkeiten, Stärken, Schwächen und Fehlstellen sind Thema. „Don’t be so bold“, sagte die Mutter zum kindlichen Protagonisten Pink, in Pink Floyd’s The […]

Großstadt

Einmal in der Woche, meistens am Samstagmorgen, fahren wir in die Stadt. Nur dort in diesem Laden an der Detmolder Straße, vor dem der große gelbe Hund steht, auf dem ein Schild das Hinaufklettern verbietet, gibt es Dunas Futter. Sie bestellen es extra für uns, 14 Dosen in der Woche, noch ein Stick extra geht […]

Die Regenbogenbrücke

Max war ein Sprinter Spaniel, Hauptfigur eines Buches seines Herrchens und eine Berühmtheit im Lake District. Er wurde dadurch so bekannt, dass er half, mit Wohltätigkeitsaktionen sehr viel Geld zu sammeln, weshalb er sogar von der Queen ausgezeichnet wurde. Max The Wonder Dog war eine Prominenz im Lake District. Vor einiger Zeit wurde bekannt, dass […]

Beziehungsweise

Der Frühling hält langsam Einzug. Auch wenn der heutige Tag eher etwas gräulich ist, mit einer hellgrauen Wolldecke über dem Dorf. Es ist still, keine Autos in den engen Sträßchen, nicht einmal auf der Hauptstraße. Nur ein paar aufgedrehte Spatzen turnen durch Brunos Garten. Duna döst noch vor sich hin, das macht sie fast immer […]

Auch Felsen müssen weichen

Wenn ich früher den Faden verloren hatte und nicht wusste, wohin mit mir, bin ich in die Riekenbank zu meinen Eltern gefahren. Dann saß mein Vater in diesem aufgeplusterten hellbraunen Sessel und las, abhängig von Tages- und Jahreszeit, ein Perry Rhodan-Heft oder die WAZ. Meine Mutter werkelte im Schlafzimmer an ihrer Nähmaschine oder stand in […]