Einträge von Rainer

Graue Tage in Wewelsburg

Wieder so ein feuchter, kalter, wolkenverhangener Tag im November. Keine guten Tage, gerade nach einer Nacht mit Träumen, die sich gefühlt über die Länge eines Teils der Herr der Ringe-Trilogie hin ziehen. Gefolgt von einem Erwachen mit einem Kater, der seine Ursachen nicht in geistigen Getränken hat. Manchmal spinnen solche Träume den Löwenanteil meines Lebens […]

The grass is blue

The donkey told the tiger: The grass is blue. The tiger replied: No, the grass is green​. The discussion became heated, and the two decided to submit the issue to arbitration, and to do so they approached the lion. Before reaching the clearing in the forest where the lion was sitting on his throne, the […]

Eine Frage der Sichtweise

Seit einiger Zeit hat sich ein Obdachloser hier im Dorf niedergelassen. Oft streift er durch die Straßen, zieht einen dieser modernen Bollerwagen aus Zeltstoff und Stahlrohren hinter sich her. Darin seine Habseligkeiten, geschützt gegen die Unwägbarkeit der ostwestfälischen Wetters mit einer Plastikplane. Doch das Wägelchen ist nicht schmucklos, einige Papierfähnchen mit Schwarz-Rot-Gold zieren es. Mal […]

The final term

Als ich heute Morgen so im Bett lag, Duna auf meinem Bauch, wie sie es neuerdings wieder tut, noch den Nachrichten lauschend, stellte sich der Begriff ein, nach dem ich lange gesucht hatte. Verbitterung. Das, was man ältlichen Damen nachsagt, die auch allein sind, die ihre Wurzeln im Dasein verloren haben. Keine Verbitterung gegenüber Gott, […]

True words

“Most of us have small, sad places in our hearts. My father felt deeply but kept his feelings to himself. Or rather, being a writer, he let them escape in his writing. And so such sadnesses as there were put on cap and bells and emerged as Eeyore.” » C. R. Milne

Both sides the Tweed

Es ist eine merkwürdige Geschichte, dass wir von unseren Eltern sowohl die guten als auch die üblen Anteile mitnehmen. Aufgefallen ist mir das in Gedanken an meinen Vater nach einem Telefonat mit meiner Mutter. Als sie die dämliche Frage stellte, ob mir die Arbeit im Journalismus liegen würde. Mir dazu nur einfiel, dass mein Vater […]

Ein erster Schritt

Wenn ich an den Sommer 2020 zurück denke, an die Tage bei Sue und Garrath, waren es andere Zeiten. Ich konnte es gar nicht erwarten, am Morgen zu frühstücken und mich auf den Weg zu machen. Keine Strecke war zu lang, kein Hügel zu steil. Das Wetter war besser, doch ich erinnere mich, auch im […]

Here, and there, and everywhere

Jetzt hier in der zweiten Heimat, unterwegs auf den dichten und satten Weiden, umgeben von Fells und Dales, stellt sich so manche Frage wieder. Vielleicht nur mir, vielleicht auch nicht. Als ich mich vor ein paar Tagen auf den Weg machte, war es ein fast banges Gefühl, wie es nach bald zwei Jahren Abwesenheit von […]

Aus der Ferne betrachtet

Wir Menschen sind alle auf Augenhöhe. Niemand ist besser als andere. Warum auch? Es gibt auch keine Norm, wer besser wäre als jemand anderes. Hier sieht man schon: Okay, da stellt sich jemand selbst auf ein Podest oder wir stellen jemand anderen auf ein Podest. Das ist dann eine Red Flag. Sie zeigen sich dann […]