Let us try the Dales again
July 2024: Again, first steps
Auf unserer Tour ins Lakeland, in 2024, hatten wir wetterbedingt Gelegenheit auf einen Abstecher in die Yorkshire Dales. Um uns Unterkünfte in der Nähe von Sedbergh anzusehen. Das eine Cottage war Milltrop 10, das andere Chapelbeck. Denn ich wollte den Yorkshire Dales noch eine Chance geben, in einer anderen Gegend als Nidderdale. Sowohl Sedbergh als auch Milltrop liegen jedoch weit ab. Zudem sind die Möglichkeiten zum Wandern etwas beschränkt. Sedbergh ist zwar Station auf dem Dales Way, aber keine touristische Location. So kam wieder Wensleydale insgesamt ins Spiel, das wir aus Pately Bridge schon besucht hatten. Zuerst war Askrigg im Fokus, aber dort sind nur wenige, für uns nicht passende Cottages verfügbar. Direkt nach Hawes hinein, der größte und touristische Ort in Wensleydale, wollten wir aber auch nicht. Merkwürdigerweise tauchte dann ein Cottage in AirBnB auf, das passte. Liegt im Dörfchen Gayle, gute zehn Fußminuten südlich von Hawes über den Penine Way, die Wensleydale Creamery mit ihrem Café liegt genau in der Mitte auf dem Weg. Also wird es Gayle in Wensleydale. Ist dann gebucht, das Burnside Cottage. Forthglade-Hundefutter gibt es dann aus Leyburn, liegt auf dem Hinweg, größere Einkaufsmöglichkeiten bestehen in Leyburn, eine halbe Autostunde östlich. Wie schon im Pathfinder Guide ersichtlich, bietet Wensleydale viele Touren und Möglichkeiten.
Lessons learned: Wensleydale in detail
Wensleydale ist ein Flusstal in North Yorkshire, Nordengland, und eines der Yorkshire Dales. Es wird vom River Ure durchflossen und ist aufgrund seines ausgeprägt ländlichen Charakters als Urlaubsregion beliebt. Der hier produzierte Wensleydale-Käse wird überregional vermarktet. Wensleydale ist ein weites Trogtal, das sich vom Hauptkamm der Pennines östlich zum Vale of Mowbray senkt. Das eigentliche Tal reicht etwa von Hawes in Luftlinie 30 km weit nach Middleham, wo sich der Ure nach Süden wendet und auf die Ortschaft Masham zufließt. Der leicht hügelige Talgrund zwischen den begrenzenden Hängen ist fast überall 800 bis 1300 Meter breit und bietet viel Platz für Nutzflächen, Ansiedlungen und Verkehrswege. Der größte Teil des Tales liegt im Yorkshire Dales National Park. Höchster Punkt des Wensleydale ist der 716 m hohe Great Shunner Fell nördlich von Hawes, die dritthöchste Erhebung Yorkshires. […] Namensgebend für das Tal war das Dorf Wensley am östlichen Talausgang. Damit ist Wensleydale eines der wenigen Yorkshire Dales, die nicht nach ihrem Hauptfluss benannt sind. Allerdings war früher auch der Name Yoredale in Gebrauch. Während der Talverlauf auf der nördlichen Seite nur kleine Seitenäste aufweist, liegen an der südlichen Seite bedeutende, mehrere Kilometer lange Seitentäler: Widdale und Sleddale münden bei Hawes, Raydale bei Bainbridge, Bishopdale bei Aysgarth und Coverdale bei Middleham. Im Raydale liegt Semer Water, ein natürlicher See, auf dem beschränkt Wassersport möglich ist. […] In der Käserei Wensleydale Creamery in Hawes wird der bekannte und überregional vermarktete Wensleydale-Käse erzeugt, der sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt hat. Die Käserei hat ein Besucherzentrum, eine Probierstube für sämtliche regionalen Käsesorten und ein Museum über die Geschichte der Käseherstellung. […] Bekanntheit erlangte das mitten im Tal gelegene Dorf Askrigg mit der mittelalterlichen Dorfkirche St Oswald dadurch, dass es in der Fernsehserie „Der Doktor und das liebe Vieh“ Standort der Tierarztpraxis war. Weitere Drehorte der Serie liegen ebenfalls im Wensleydale und seinen Seitentälern.
Dieser Text basiert auf dem Artikel Wensleydale (Landschaft) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Black and white
Vier noch echte Werke auf Papier sind in dieser Gegend hilfreich.
(*) Die Ordnance Survey Short Walks sind in 2025 neu erschienen. Es sind kurze Touren, meist weitgehend barrierefrei, auch mit Kindern zu gehen und hundekompatibel. Dazu mit Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten und natürlichen Highlights.
Digitales
Mittlerweile für mich eine wichtige Quelle für Tourenvorschläge in Nordengland sind die Seiten von Paul Beal. Sehr gut dokumentiert und mit GPS-Daten, die in Komoot direkt importiert werden können. Paul hat sehr viele Touren im Lake District, in den North Yorkshire Moors und in den Yorkshire Dales jeweils selbst gemacht, daher sind die Daten sehr zuverlässig und Hindernisse und Alternativen sind zusätzlich angegeben.
Paul macht auch Videos zu den Touren sowie animierte Tourenverläufe. Paul’s Site ist eine der besten Quellen für Wandervorschläge in Nordengland, mit sehr viel Engagement und Liebe zum Details.
Thanks a lot, Paul.
Zusätzlich bietet der Yorkshire Dales National Park noch Apps an, in der Touren gemacht werden. Natürlich inklusive Routenführung.
Sind nicht allzu viele Touren, aber immerhin sehr brauchbare.
Donnerstag, 12. September 2024
Fixed.
März 2025
Ab April 2025 müssen Einreisende aus der EU eine sogenannte ETA (Electronic Travel Authorization) haben. Diese kann in verschiedenen Websites, wie bei der britischen Regierung, beantragt werden. Man braucht einen guten Scan seines Reisepasses sowie ein Foto inklusive Schultern dazu. Also nicht das, was im Pass landet. Geht aber auch über eine App auf dem Smartphone. Kostet 12 Euro und gilt dann für zwei Jahre. Wir waren natürlich wieder schnell. Wenige Stunden nach Beantragung am Sonntag (!) kam die Bestätigung per E-Mail. Die ETA ist an den Reisepass gebunden, man benötigt keinen zusätzlichen Zettel oder so etwas. Wenn man vor Ablauf der zwei Jahre einen neuen Reisepass bekommt, muss die Beantragung wiederholt werden. In der EU wird es ab mit dem letzten Quartal 2026 auch eine ETIAS geben, in den USA und Kanada sind die ETSA schon lange Pflicht.
Anreise
Wie üblich. Nach den guten Erfahrungen mit dem Weg über Bielefeld, Osnabrück, Rheine und Amersfoort.
Mai 2025
Es waren noch gut drei Wochen bis zu Abreise in die Dales, als ich mir beim Versuch, Duna zu wiegen, den Rücken verdreht habe. Dachte ich. Der Rest der Geschichte ist länglich. Die Vertretung meines Hausarztes verschrieb mir ein starkes Schmerzmedikament statt Physio. Weil ich halt nur von den üblichen verdrehten Lendenwirbeln ausging. Da ich von dem Zeug völlig duselig wurde, stürzte ich auch noch direkt vor der Haustür. Damit war ein Knie auch zum Teufel. Am Ende Entzündung der Brustwirbelsäule und des linken Knies, so dass ich praktisch bettlägerig war. Zwei Wochen Krankenhaus, eine mit OP des Knies in Salzkotten im Josefs, die zweite in Paderborn, auch mit OP, dieses Mal Versteifung der entzündeten brüchigen Brustwirbelsäule. Die OP ging schief, nach einigen Wochen noch einmal von vorne, dieses Mal im Gilead in Bielefeld. Das Gilead machte seine Sache gut, nach zwei Wochen konnte ich halbwegs fit zurück nach Hause. Großen Dank an das Gilead und das St. Josefs, der Deibel möge das Vincenz Paderborn holen. Nun ist es Ende August, mehr als eine kleine Runde durchs Dorf schaffe ich noch nicht. Mein Verbrauch an IBUprofen ist immer noch immens. Glück im Unglück war, dass das Hundehotel Maydog Duna in dieser Zeit aufnehmen konnte. Zwei Wochen im Krankenhaus Salzkotten/Paderborn, zwei Wochen, bis ich wieder überhaupt laufen konnte. Noch einmal zwei Wochen im Gilead, Duna dieses Mal in Bielefeld und in einer Pflegestelle der Glückspfoten. Also nix mehr mit Urlaub in diesem Jahr. Trotzdem Danke an die ADAC-Reiseversicherung, die die Kosten für die Stornierungen von Fähre und Cottage zum großen Teil übernommen hat.
Restart 2026
Im September 2025 Zeit für neue Pläne in 2026. Die Fährpläne bei DFDS waren gerade erst veröffentlicht worden, damit hatten wir einen sicheren Platz in einer Hundekabine. Die Suche nach einem Cottage gestaltete sich jedoch schon im September schwieriger, außer den ganz teuren Locations fast alles ausgebucht. Dann doch eine nicht so kuschelige Gelegenheit, sozusagen mittig in Hawes, aber Wensleydale. Deutlich teurer als unsere bisherigen Cottages, dafür um die Ecke das erste Pub, mittig im Ort und eher günstig gelegen für eine Morgenrunde mit Besuch des Cafés in der Wensleydale Creamery. Oder im Caffe Curva um die Ecke.
Das Cottage liegt in einer kleinen Seitenstraße im Zentrum von Hawes, wo man da parkt, ist noch zu sehen. Nun noch sieben Monate warten und wir starten wieder neu. Mit passendem T-Shirt. Und Pin für die Jacke.
Mai 2026
Noch zwei Wochen bis zur Abreise. Zwar habe ich es durch einen phänomenalen Sturz Ende April mal wieder geschafft, dass ich erneut ins Krankenhaus durfte, inzwischen bis ich aber von Krücke auf Gehstock gewechselt. Zwar nicht gleich ein Oberschenkelhalsbruch, aber ein lädiertes Hüftgelek. Die großen Touren der letzten Jahre werden zwar wegen noch bleibender Einschränkungen nicht gehen, aber vielleicht bessert sich die Sache ja noch in den nächsten Wochen. Touren von sechs bis acht Kilometer sind drin. Dafür haben sich erste Anhaltspunkte ergeben, wo wir speisen und einkaufen. In Hawes gibt es einen wohl ausreichend sortierten SPAR-Markt, eine Apotheke, zwei Trekking-Läden, sogar eine Station des NHS bei kleineren Blessuren. Größere Geschäfte sind in Leyburn zu finden. ebenso in Kirkby Lonsdale mit einem Booth. In Kendal ist das Angebot mit Booths und Morrisson’s mehr als ausreichend, bis dort ist es aber fast eine Stunde Fahrt. Kann man mit einem Besuch des Sizergh Castle verbinden. Also Thema für den letzten großen Einkauf vor der Rückreise. Dafür habe ich schon mein Frühstücks-Café lokalisiert. Gleich um die Ecke von unserem Cottage. Für die große Auswahl bietet sich in 500 Metern Entfernung die Wensleydale Creamery an.
Donnerstag, 12. Juni 2026
Das Auto ist gepackt und vollgetankt, mein linkes Bein noch nicht wirklich wieder in Ordnung. Für kleinere Touren sollte es aber gehen. Und zur Not habe ich ja immer noch meinen Gehstock dabei. Route ist wieder die über A33/A30 und weiter, obwohl laut Google die Strecke länger dauert als durchs Ruhrgebiet und über die A2. Scheinbar kennt Google nicht das verstopfte und verstaute Ruhrgebiet am Freitag, die aktuell vielen Baustellen bis hin zu gesperrten Abschnitten der Autobahnen dort. Zudem ist die Strecke über Osnabrück deutlich angenehmer zu fahren. Weniger Betrieb, weniger Staus.
Die Gurkerei in Amsterdam sollte mit den neuen Autobahnen dieses Mal auch enden. Volkswagen erlaubt nun, dass man die Navigationsdaten selbst herunterladen kann. Kein Problem, so lange man in der Lage ist, mit einem SD-Kartenleser als einziger zusätzlicher Hardware die neuen Daten auf die Karte zu bringen. Dann morgen früh aus dem Bett und los.
Lessons learned: The invisible cottages
Es ist immer wieder die gleiche Geschichte, ob in Yorkshire, im Lakeland, auf Gower oder in den Cotswolds. Da hat man endlich ein passendes Cottage gefunden, ist man dann selbst vor Ort, sieht man an allen Ecken und Enden jede Menge Cottages, die aber in den großen Verzeichnissen nicht auftauchen. Als da wären Holiday Cottages oder speziell im Lakeland die LakeLovers. Inzwischen ist auch AirBnB in die Vermittlung von Cottages eingestiegen, bisher waren sie nur bei Ferienwohnungen bekannt. So habe ich auch erst nach meiner Rückkehr in Facebook ein Cottage gesehen, das ähnlich zentral liegt wie unseres, aber wenigstens einen kleinen Garten und eine viel schönere Aussicht hat: Heart Of Hawes. An diesem Cottage sind wir mindestens ein Dutzend Mal vorbei gekommen, wenn wir zur Creamery gingen, trotzdem habe ich es nicht einmal da wahrgenommen. Obwohl es auch in AirBnB steht. Es lohnt sich also, mal an anderen Stellen nach einer Unterkunft zu suchen, wie in Facebook oder Instagram, sogar Google Maps kann Einstiege bieten, wenn man weiß, wo man genauer hin will. Der große Nachteil der Suche über Google und Kollegen ist, dass nur die großen Anbieter wegen der vielen Klicks sichtbar werden, die kleinen oder privaten Vermieter aber völlig untergehen.
Freitag, 12. Juni 2026
Früh aus dem Bett und auf die Bahn, nur einige kleinere Verzögerungen in den Niederlanden. Früh genug in Velsen für eine letzte Hundi-Runde im Park, pünklich an der Anlegestelle von DFDS. Dieses Mal ist es die King Seaways, eine Version der Princess Seaways mit weniger Ladekapazität. Als wir mal auf das Hundedeck gehen, war früher gelegentlich mal ein anderer Hund dort. Dieses Mal erwartete uns gleich ein ganzes Rudel. Bis auf einen dämlichen Riesenpudel, der ständig herum kläffte, herrschte beim Rest der Meute Friede, Freude, Eierkuchen. Alle Hunde zeigten sich freundlich und interessiert. Selbst Duna war höchst kooperativ und zugänglich. Nach erster Scheu vor den Schiffstreppen auf das höhere Deck gewöhnte sich Duna aber schnell an die Stahlversionen.
Wieder eine ruhige und angenehme Überfahrt. Ich habe geschlafen wie ein Bär.
Samstag, 13. Juni 2026
Es dauert wieder fast eine Stunde vom Schiff nach dem Anlegen bis aus dem Hafen heraus. Wir machen die übliche Runde durch den Redburn Dene Park, direkt an der Hafenausfahrt, für Dunas Geschäftchen. Mit den neuen Navi-Daten versuche ich mal, wie diese Sache jetzt ausgeht. Zwar hätte ich einen anderen Weg zur vierspurig ausgebauten A1(M) genommen, aber das Navi bringt uns tatsächlich auf diese autobahnänliche Strecke. Gut eine Stunde dauert es bis zu unserem ersten Stopp: Catterick Garrison, eine kleine Stadt, entstanden aus einem Armeestützpunkt. Der Ort hat aber den Vorteil, dass dort in einem Industriegebiet alles liegt, was wir zum Anfang brauchen. Ein großer Tesco, ein Aldi, sogar ein Pets at home-Laden, wo Duna ein neues Geschirr bekommt. Obwohl aufwändig gearbeitet und sogar mit Metallschnallen ausgestattet, kostet es deutlich weniger als übliche Geschirre in Deutschland. Neben dem Tierladen liegt gleicht ein Costa, wo ich ein Panini mit Tomate, Pesto und Mozzarella als Mittagessen bekomme.
Nur 17 Meilen weiter liegt dann schon Leyburn mit dem Mole Country Store, für Forthglade-Hundefutter und Trockenfutter. Da noch reichlich Zeit ist bis zum Einchecken in Hawes, gehen wir etwas durch Leyburn. Leyburn ist keine Touri-Stadt, auch kein großer Ort, hat jedoch einige Geschäfte und Pubs. Nicht wirklich besonders, aber auch nicht ohne einen gewissen Charme. Nur ein normales Café ist nicht zu finden (Nachtrag: Nicht richtig hingesehen). Also kein Kuchen und Cappuccino. Beim Herumlaufen kommen wir zu einem Wegweiser zum Leyburn Shawl. Der Name war mir schon bei Pauls Beals Tourenbeschreibungen aufgefallen. Wir gehen den Hügel hinauf einen Teil des oberen Abschnitts in einen Urwald, dann aber wieder eine andere Strecke zurück in die Stadt. In einem Tierladen bekommen wir noch eine neue Wasserschale. Wie so oft hier, überwiegen eher die kleinen Läden, höchstens einen Spar oder CoOp findet man. Einen größeren Markt gibt es dann doch in Leyburn: Campbell’s of Leyburn. Ist wie die Tardis, innen viel größer als außen, mit einem sehr umfangreichen Sortiment. Leider dauert die Strecke zwischen Hawes und Leyburn eine halbe Stunde, ist streckenweise kurvig und schmal, also würde ich nur nach Leyburn fahren, wenn es wirklich notwendig ist.
Inzwischen geht es langsam auf vier Uhr zu und wir machen uns auf den Weg nach Hawes. Etwa in der Mitte der Strecke von Leyburn nach Hawes, vor Aysgarth, fallen mir auf der linken Seite zwei Beachflags zu einem Ice Cream Parlour auf. Tatsächlich ist dort ein Parkplatz, dahinter führt ein Weg zu einer umgebauten Scheune mit einem großen Café. Viel Eis, aber auch Kaffee und Kuchen aus eigener Herstellung. Man kann drinnen und draußen sitzen, Hunde sind willkommen. Also ist dieser Nachmittag auch gerettet. Wird nicht unser letzter Besuch dort bleiben. Wo unser Cottage liegt, wissen wir ja. Nach dem Entladen finde ich gleich nebenan einen kostenfreien Parkplatz. Für heute war das mal kein Problem mit dem Parken. The Little Bower ist so weit ok, ganz nett eingerichtet, alles Notwendige vorhanden. Trotzdem es wenige Gehminuten vom Ortszentrum liegt, ist es ruhig. Das Cottage geht in Ordnung. Wir machen uns noch ein wenig auf den Weg, Hundi-Runden lokalisieren, noch einmal in den Ort schauen.
Eigentlich nur der erste Tag, aber wir waren viel unterwegs. Ach ja, was es mit dem „Not even Wensleydale“ auf sich hat …
Lessons learned: Pay soon or pay a lot
Die schnellste Verbindung vom Hafen nach Süden in Richtung Yorkshire und A1(M) ist durch den vierspurigen Tyne Tunnel, sonst muss man über die große Brücke über den River Tyne durch die meistens proppenvolle Innenstadt. Das ist ein ziemlicher Schlenker. Denn der Tunnel ist privates Eigentum und kostet dementsprechend Maut. Bisher bin ich mindestens sechs Mal einfach so durchgefahren, doch die Kennzeichen-Erfassung erkennt nun auch ausländische Kennzeichen. Eigentlich kostet eine Durchfahrt 2,50 £, wenn man aber nicht bezahlt, wird es ganz schön teuer. Es gibt keine Mautstation, sondern die durchfahrenden Autos werden per Kamera erfasst und die Kennzeichen gespeichert. Also besser gleich bezahlen. Details auf den Schildern vor dem Tunnel.
Sonntag, 14. Juni 2026
Die Pfanne hier im Cottage ist Schrott. Eher versuchsweise besuchen wir den heute geöffneten Spar-Markt im Ort. Und bekommen tatsächlich für knapp sieben Pfund eine einfache 28er-Pfanne. Sehr einfach, sie besteht komplett aus Blech. Besonders groß ist das Angebot im Spar nicht, aber man bekommt dort alles Wichtige wie Baked Beans oder Senf, etwas Marmelade und Gemüse. Meinen Lieblings-Senf habe ich ja leider beim Besuch des Tesco vergessen. Ich habe übrigens auf Yorkshire Tea umgeschaltet. Ist aus Harrogate und schmeckt mir fast ein bisschen besser als Twinnings. Neben dem kleinen Spar gibt es natürlich hier keine Ketten. Alles private, meist putzige Läden, ein etwas feineres Lebensmittelgeschäft, eine Apotheke, Kram und Spielzeug. Dafür nach meiner Zählung insgesamt sechs Pubs (Nachtrag: Es sind zehn) und zwei Cafés, ein Fish&Chips-Laden und ein Eiscafé.
Für den Nachmittag machen wir uns auf einen Ausflug nach Gayle.
Im Nachhinein war die Runde eher länger als geplant. Durch Zufall kommen wir am Burnside Cottage in Gayle vorbei, das wir eigentlich für das letzte Jahr gebucht, aber leider eben nicht bezogen hatten. Die Besitzerin hatte uns vor dem Tor gesehen, kam heraus und fragte, ob wir Hilfe bei der Tour bräuchten (ist so ein Standard in Großbritannien, bloß nicht irgendwo stehen bleiben, schon gar nicht mit einer Karte in der Hand). Doch es klärt sich schnell auf, wer wir sind und es gibt noch ein Pläuschchen. Laut ihrer Aussage fangen die Buchungen tatsächlich immer früher an, sie hätte jetzt schon Anfragen für Burnside in 2027. Das Cottage ist zwar ganz anders gelegen als gedacht, in einer schmalen Gasse, aber macht einen prima Eindruck. Auf jeden Fall besser als das jetzige Cottage, denn Burnside Cottage hat einen schönen großen, eingemauerten Garten und einen eigenen Parkplatz, rechts neben der Garage. Der Rest der Tour ist in der ersten Hälfte sehr schön, die zweite Hälfte etwas eintönig. Als wir schon einmal 2023 diese Tour gegangen sind, war es so trocken, dass der Wasserfall verschwunden war. Heute sprudelte es ordentlich, Duna ließ es sich auch nicht nehmen, ein Stück weiter mal ins Wasser des Gayle Beck zu steigen.
Die Wege waren zum Teil noch sehr matschig, denn es soll, wie die Besitzerin des Burnside sagte, in der letzten Woche viel geregnet haben. Zwei der in Komoot angegebenen Wege sind inzwischen durch feste Tore blockiert, doch ist von den Weiden aus Gayle schon in Sicht und per kleinem Umweg problemlos zu erreichen.Der geplante Kaffee im Caffe Curva entfällt leider, da das Café schon um 15:00 Uhr schließt. Also nehmen wir das Café der Wensleydale Creamery und hängen deshalb noch gut einen Kilometer an die Tour dran. Im Shop des Cafés gibt es noch ein unerwartetes Mitbringsel. Während das Wetter heute ganz passabel war, soll es morgen doch etwas Regen geben. Also dann einen Abstecher nach Kirkby Lonsdale in den Booth, Tee und ein paar andere nicht wärmeempfindliche Sachen können schon einmal auf Lager ins Auto gehen. Dann waren wir bereits in Cumbria, wenn auch nicht im Lake District. Wenn man dann jedoch klares Wetter hat und etwas in Richtung Kendal oder Kirkby Lonsdale fährt, sieht man im Hintergrund schon die Bergketten des Lakeland.
Morgens sind oft jede Menge Leute mit ihren Hunden zu treffen, die wohl alle ihre Morgenrunde machen. Hier haben wirklich viele Leute Hunde. Am Abend haben wir noch eine neue Hunderunde entdeckt. Eigentlich hat sie Duna entdeckt, aber ich hatte einen Mann mit einem Border Collie gesehen, der in diese Richtung ging. Es geht rund um einen sehr großen Sportplatz, so dass wir gut eine halbe Stunde unterwegs sind. Zwar steht an einer Stelle ein verblichenes Schild „Strictly no dogs“, aber das scheint niemanden zu stören. Vor uns war nämlich noch ein Paar mit einem großen Labbi zu sehen. Das Wichtigste an diesem Platz sind die Horden an Kaninchen, die man suchen kann. Auch wenn sie schon lange ausgebüchst sind, wenn wir nur in die Nähe kommen. Hindert Duna nicht, ihnen nachzuschnüffeln.
Duna meinte heute Morgen um sechs, es sei aber jetzt endlich Zeit zum Aufstehen. Dafür bestand sie auf Abendessen um halb fünf. Duna ist immer noch GMT+1 EST.
Montag, 15. Juni 2026
Der Morgen ist wie die letzten bedeckt und etwas diesig. Doch es bleibt trocken. Unsere Fahrt nach Kirkby Lonsdale geht über einen Höhenzug, die Straße ist eng und kurvig, doch die Aussichten sind phantastisch. Die Sonne scheint gelegentlich durch die Wolken. Man kommt auch am Ribblehead Viaduct vorbei, eine Ikone der Gegend. Mehrere Parkplätze sind schon gut belegt, eine Reihe langer und kurzer Wandertouren in Ribbledale führen an der alten, aber immer noch benutzten Eisenbahnbrücke vorbei nach Ingleton oder Horton in Ribbledale
Ingleton ist ein größeres Dorf, scheint aber auch ein Schwerpunkt zum Wandern zu sein. Bis Kirkby Lonsdale sind es nur noch einige Meilen. Kirkby Lonsdale ist ein sehr altes Kleinstädtchen. Passend dazu ist der Booth eine eher kleine Filiale, trotzdem bekomme ich dort schon die wichtigsten Sachen wie Tee und Marmelade. Wir schauen uns Kirkby Lonsdale noch ein wenig näher an. Auch hier viele kleine private Läden mit einem putzigen Angebot.
Wir fahren weiter nach Kendal, um noch einen Hund abzuholen. Auf den Weg ab Hawes startet man in Richmondshire, streift dann eine Ecke von Lancashire, um endgültig in Cumbria zu landen. Auf dem Weg nach Kendal erheben sich schon gutsichtbar die Berge des Lake District im Hintergrund, kurz vor Kendal kommen dann die Wegweiser nach Windermere und zu andere Orten im Lakeland. Kendal selbst geht schon als Großstadt durch, mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. Wir parken hinter dem Booth. Dort werden mit Kameras die einfahrenden Autos registert, bezahlt wird vor dem Wegfahren und man darf am Automaten sein fotografiertes Kennzeichen bestaunen. Nach einem Sandwich bei Café Nero wird noch das Hundi abgeholt. Viel mehr brauchen wir nicht mehr.
Um noch etwas in Bewegung zu kommen, fahren wir ein Stückchen weiter bis Sizergh Castle. Es sind mehrere Runden durch das Gebiet ausgewiesen und durch kleine Wegmarken gekennzeicnet. In das Schloss dürfen wir nicht, weil Duna dort keinen Zugang hat, auch in den Garten dürfen nur Assistenzhunde. Aber wenigstens haben wir noch eine kleine Runde hinter uns, bevor es zurück nach Hawes geht. Im Café des National Trust gibt es ein Stück Zitronenkuchen und einen Cappuccino. Wegen der Kooeration zwischen National Trust und dem Futterhersteller Forthglade hat der Shop sogar Leckerlis von Forthglade, worüber Duna sich sehr freut. Als Rückweg empfiehlt das Navi ein Stück auf der M6 Richtung Penrith nach Norden, dann über Sedbergh und Dent weiter. Wieder mit den Bergen des Lake District im linken Hintergrund.
Lessons learned: Ey up!
Wenn man alleine mit Hund unterwegs ist, kann es passieren, dass man schnell mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt kommt. Wie heute auf dem Rückweg unserer Tour nach Hardraw. Ein älterer Herr kam uns entgegen und sprach mich an. Nur verstand ich leider fast kein Wort. Der Grund ist der starke Dialekt, der hier oben gerade in Yorkshire gesprochen wird, den noch fast die meisten älteren Leuten sprechen. Besonders auf der Straße, weniger in Geschäften oder Cafés. Der Dialekt in Yorkshire, auch bekannt als „Broad Yorkshire“ oder „Tyke“, stammt aus einer tiefgreifenden Mischung von Altenglisch (eingewandert durch germanische Stämme wie die Angeln und Sachsen) und Altnordisch (durch die Wikinger, die ab dem 9. Jahrhundert große Teile Englands besetzten). Wörter wie bairn (Kind) oder owt/nowt (etwas/nichts) gehören fest zum lokalen Vokabular. Im Broad Yorkshire werden oft ältere Fürwörter wie thee und thou (du/dir) anstelle des modernen you verwendet. Auch das Auslassen bestimmter Artikel (das sogenannte Definite Article Reduction) ist berühmt: Oft wird das Wort „the“ zu einem kurzen, fast verschluckten „t'“ (wie in „goin‘ t‘ shop“). Es gibt feine Unterschiede zwischen den historischen Gebieten, den sogenannten Ridings, etwa in der Aussprache von right als reight in Süd-Yorkshire. Ein paar Beispiele für gängige Wörter:
Ey up!: Hallo! / Achtung! Aye: Ja. Nowt: Nichts. Owt: Etwas. Tha/Thee: Du (alte Dialektform). Ah’m off t’shop, d’ya want owt?: Ich gehe zum Laden, brauchst du etwas? Put t’wood in t’ole: Mach die Tür zu. Sit thi sen down: Setz dich hin. Jiggered: Erschöpft, völlig fertig. Mardy: Schlecht gelaunt, mürrisch. Mithering: Jemanden nerven oder belästigen.
Gleiches gilt für Landschaftswörter. beck = Bach, gill = kleines Tal oder Schlucht, dale = Tal, rigg = langgezogener Hügel, syke = kleiner Wasserlauf, howe = Hügel.
Dienstag, 16. Juni 2026
Diesig, sogar leichter Niesel. Doch am Mittag reißt der Himmel auf und sogar etwas Sonne kommt durch. Dann doch eine kleine Tour, die doch etwas länger dauert. Eine schöne Tour, im kleinen Tearoom in Hardraw gibt es sogar Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Dörfer kann man Hardraw und Sedbusk nicht einmal nennen, eher Ansiedlungen. Trotzdem gibt es in Hardraw, wie in England in jedem kleinsten Ort, ein größeres Pub, durch das man zum Wasserfall über den Parkplatz muss. Den Wasserfall lassen wir aus. Die teilweise engen und schwierigen Durchgänge zwischen den Weiden werden zu Herausforderungen für Duna, doch am Ende hat sie alle gemeistert. Unterwegs geht der Pullover in den Rucksack, die Sonne lässt sich immer mehr und länger sehen.
Lessons learned: Nidderdale vs Wensleydale (again)
Der Eindruck aus 2023 hat sich schnell bestätigt: Zum Wandern ist Wensleydale deutlich besser geeignet als Nidderdale. Von Pately Bridge aus musste wir immer erst eine erheblich Strecke fahren, nachdem wir die wenigen Wanderwege in Nidderdale ab Haustür ausgeschöpft hatten. Nicht dass es in Nidderdale keine schönen Wege gäbe, aber direkt ab Haustür war die Auswahl beschränkt. Laut Komoot hätten wir hier in Hawes mindestens ein Dutzend an Wanderwegen in alle möglichen Richtungen, von wenigen Kilometern bis weit über 20. Ist auch bei Paul Beal zu sehen. Die nächsten Wege beginnen wenige Kilometer mit dem Auto an einen anderen Startpunkt. Doch auch hier gilt die Regel, dass Fahrten schon einmal etwas länger dauern können als gedacht. Die meist engen und sich durch die unplanierte Landschaft windenden Straßen kosten Zeit. Wenn die Aussichten auch oft schön sind. Meistens finden sich an den gerne gegangenen Strecken auch Parkplätze, ohne dass man das Auto an ungünstigen Stellen stehen lassen muss. Hinzu kommen die kleineren, weniger bekannten Täler wie Dentdale, Coverdale oder Swaledale, die die Auswahl nochmals erheblich erweitern. Wem es also in der Hauptsache auf Wandern ankommt, der ist ab Hawes, Gayle oder Askrigg als Startpunkte bestens aufgehoben.
Mittwoch, 17. Juni 2026
Heute Nacht hat es kräftig geregnet, am Morgen ist davon etwas Nieselregen übrig geblieben. Die Wolken hüllen die Fells fast vollständig ein. Laut Wetterbericht soll es zum Mittag hin freundlicher werden. So komme ich zum Entschluss zu einer Fahrt nach Dent im Dentdale. Wir wollen eine kleinere Tour durchs Dentdale machen, so dass wir dann pünktlich zum Mittagessen im kleinen, aber gut sortierten Café sind. Doch als wir in Dent ankommen, ist der Niesel zu stark fürs Wandern. Ok, dann fahren wir jetzt nach Sedbergh weiter. Vielleicht ist es dort besser. Das Wetter kann sich hier innerhalb von wenigen Meilen ändern.
Tatsächlich ist in Sedbergh der Niesel ist vorbei. Sedbergh kennen wir schon aus 2024, als wir uns in der Nähe von Sedbergh zwei Cottages angesehen hatten. Sedbergh ist ein sehr kleiner Ort, hat nur einige wenige Geschäfte. Gastronomisches Angebot sind ein Pub mit eher feinem Restaurant, jetzt nur noch ein Café, seit das Three Hares Café 2023 leider aufgegeben hat. Wir bekommen im letzten Café des Ortes noch einen Katzentisch, das Tomate-Mozzarella-Brötchen mit reichlich Pesto ist aber durchaus lecker und reichlich. Wir drehen noch eine kleine Runde durch das Örtchen, viel zu sehen gibt es in Sedbergh nicht. Deshalb haben wir uns dann in 2024 auch nicht für Sedbergh entschieden, sondern für Pately Bridge. Was sich auch nicht als perfekte Wahl herausstellte, wenn auch als akzeptable. Was nun? Wir fahren weiter nach Kirkby Stephen, das wir noch nicht kennen. Wir sind übrigens im Moment wieder in Cumbria unterwegs.
Die Fahrt von Sedbergh nach Kirkby Stephen geht auf der üblichen schmalen und kurvigen Straße aufwärts, über eine Art Pass. Nicht sonderlich steil, aber es geht stetig höher, links und rechts ist das schmale Tal von Hügeln eingeschlossen. Wenn man auf der Passhöhe ankommt, öffnet sich vor einem ein großes und weitläufiges Tal. Das ist das Upper Eden Valley, der River Eden fließt durch dieses Tal und auch durch Kirkby Stephen. Sogar die Sonne bricht nun durch die Wolken, in Kirkby Stephen ist es sogar trocken und teils sonnig. Kirkby Stephen ist deutlich größer als Sedbergh oder Dent, hat eine ganze Reihe von Geschäften, Cafés und Restaurants. Hier wäre die Auswahl an Essen viel größer gewesen. Durch Kirkby Stephen geht der erst vor kurzer Zeit vollständig erschlossene Coast to Coast Path.
Wir gehen noch etwas am Rand des Ortes am Fluss entlang, bevor wir uns auf den Rückweg nach Hawes machen. Noch ein Stückchen Kuchen und einige Souveniers in der Creamery, noch ein Besuch bei Raydale Preserves für etwas Chutney und eine Marmelade zum Frühstück.
Keine großen Aktivitäten heute, aber wenigstens noch etwas von der Gegend gesehen.
Donnerstag, 18. Juni 2026
Der Wetterbericht droht mit Regen ab dem Mittag. Also machen wir uns schon nach dem Frühstück auf den Weg zu einer lokalen Runde.
Auf dem Rückweg gibt es noch einen Cappuccino in der Creamery, denn zeitlich passt es gut für ein Mittagessen außer Haus. Wir gehen um Viertel vor zwölf hinüber zum Caffee Curva, doch bei denen gibt es erst ab zwölf warmes Essen. Also ein paar Meter weiter zum nächsten Café gegenüber dem Chippie. Da gibt es den ganzen Tag warmes Essen, das Panini mit Tuna Melt (Thunfisch und Käse) ist in Ordnung und dauert nur wenige Minuten von Bestellung bis an den Tisch. 5,50 GBP ist auch deutlich billiger als viele andere Angebote. Mal merken, denn sie haben eine umfangreiche Speisekarte.
Da wir ja mit Regen rechnen, fahren wir heute noch einmal nach Leyburn, mit dem einen Paket Hundefutter werden wir nicht hinkommen. Da können wir gleich noch die leckeren Soft Bites von Forthglade mitnehmen. Da wir eh in Leyburn sind, gehe ich noch in den Campbell’s of Leyburn hinein. Tatsächlich haben sie meinen Senf, überhaupt ist der Laden sehr gut bestückt. Selbst ein ganzes Regal an Marmeladen von Tiptree ist vorhanden. Wenn ich noch etwas brauchen würde, sollte ich eher zu Campbell’s fahren als zu Tesco. Inzwischen hat sich der Wetterbericht geändert. Es soll erst gegen 16 Uhr regnen. In der Nähe von Leyburn liegt Middleham, da habe ich noch eine kleinere Runde parat, die wir angehen.
Jetzt noch einen Kuchen und einen Kaffee. Leider hat der Eisladen vor Aysgarth heute geschlossen, so fahren wir ein paar Meilen weiter bis Bainbridge. Das Café Taste of Wensleydale hat nicht nur geöffnet, sondern das dort gebackene Brot vorrätig. Wie mir die Frau versichert, ist in dem Brot nur das, was in Brot hinein gehört. Mehl, Hefe, Sonnenblumenöl, Salz und Wasser. Kaum sind wir an dem Laden, fängst es an zu schütten wie aus Kübeln. Ich packe Duna schnell ins Auto, trinke noch einen Kaffee, esse ein riesiges Stück Zitronenkuchen und wir fahren zurück nach Hawes. Dort angekonnen, ist nur noch etwas Getröppel übrig und wir kommen fast trocken ins Haus. Reicht für heute.
Lessons learned: Here’s where they say Hello
Für mich als Bewohner eines Dorfes ist es eher selbstverständlich: Es wird gefälligst gegrüßt, wenn man auf Wanderungen unterwegs Leute trifft. In den Orten ist Grüßen nicht ganz so zwingend, aber fast der Standard. Als Erweiterung ist ein kurzer Diskurs zum Wetter, zum eigenen oder fremden Hund oder zum weiteren Verlauf des Weges üblich. Das mag zuerst ungewohnt wirken, zählt aber durchaus in Großbritannien zum Country Code. Da Hundefreunde in Großbritannien zuhauf zu finden sind, wird Duna selten so oft gestreichelt oder geknuddelt wie hier. In Cafés und Pubs wird oft ein Würstchen angeboten oder gleich eine Schüssel mit frischem Wasser kredenzt. In Großbritannien ist man mit Hund nie falsch, kaum ein Laden oder Pub ohne ein Schildchen „Dogs welcome“ an der Tür. Sollten aus zum Teil gesetzlichen Gründen Hunde nicht erlaubt sein, steht das am Eingang. Das Gegenteil ist dann „Muddy boots and paws welcome“.
Freitag, 19. Juni 2026
Der Wetterbericht kündigt für den Nachmittag wieder Regen an. Also direkt am Morgen los, wieder ab Haustür. Inzwischen haben wir eine ganze Menge CO2 gespart. Wir gehen eine Tour Richtung Appersett. Wie so oft, geht die Tour über Wiesen und Weiden, so dass Duna wieder erhebliche Geschwindigkeit vorlegt. Allerdings gibt es Herausforderungen, wenn die Durchgänge der Mauern sehr hoch liegen oder nur für Menschen gemacht sind. Zum Beispiel nur zwei schmale Trittbretter, über die man steigen muss. Appersett ist eher kleines Dörfchen neben Hawes, das wir nur am Rande streifen. Bekannter ist Appersett für sein Viadukt, das aber mit Ribblesdale oder anderen Brücken kaum vergleichbar ist. Beim Start kommen wir noch einmal am kleinsten Haus in Hawes vorbei.
Gegen Mittag sind wir zurück. Der erneute Versuch eines Mittagessens im Caffee Curva scheitert daran, dass das Café am Freitag geschlossen ist. Auch das nächste Café, das Penny Garth, hat freitags geschlossen. Der The Folly Coffee Shop dazwischen hat wirklich nur Kaffee, etwas Kuchen und Eis. So weichen wir wieder auf die Wensleydale Creamery aus, wo es wenigstens Jacket Potatoes und Sandwiches gibt. Auf dem Weg zurück schaue ist noch in die Bäckerei und Metzgerei schräg gegenüber dem Cottage hinein, J W Cockett & Son. Die Brote sehen nach selbstgebacken aus, also nehme ich noch ein Multiseed (Mehrkornbrot) mit. Duna hätte zwar noch gerne ein Putenschnitzel gehabt, aber das lassen wir mal besser. Wir gehen zurück zum Cottage, regnen tut es noch nicht, obwohl es später etwas Niesel gibt. Die 18 Grad Temperatur fühlen sich hier deutlich wärmer an als bei uns zuhause, was wahrscheinlich am Seeklima liegt.
Da es gegen drei immer noch nicht regnet, darf Duna noch einmal auf den großen Sportplatz im Ort und Kaninchen verfolgen. Auf dem Rückweg gehen ich noch einmal zu Cockett und nehme mit ein Brennel Cake mit. Das ist ein kleiner Kuchen aus Blätterteig mit Blaubeeren gefüllt. Bis auf ein bisschen Niesel hat es nun doch nicht geregnet. Morgen soll es den ganzen Tag sonnig bleiben, da ist ein Ausflug nach Swaledale geplant, nach Muker oder Keld. Über den Buttertubs Pass.
Lessons learned: The Little Bower
Dieses Cottage wird über mehrere Agenturen angeboten. Ich habe es über Sykes Cottages gebucht, diese Agentur kenne ich schon seit vielen Jahren, holidaycottages.co.uk bietet es auch an. Das Cottage liegt in einer kleinen Sackgasse, wenige Minuten Fußweg von der Main Street, gleich neben den Gayle Beck Falls. Im Ort sind genug Geschäfte für den täglichen Bedarf, neben einem kleinen SPAR noch ein höherwertiges Lebensmittelgeschäft mit breiterem Angebot, viele Pubs und zwei Cafés, ein Eiscafé, einen Trekkingladen, ein einfaches Fish&Chips-Restaurant, Herrenausstatter und mehr. Das Cottage selbst ist sauber, besteht aus einem Wohnzimmer mit kleiner Küche, im Obergeschoss Badezimmer und Schlafzimmer. Der Durchlauferhitzer macht prima heißes Wasser, keine Selbstverständlichkeit in Großbritannien. Bis zwei Personen reicht der Platz völlig. Wie die meisten Häuser hier ist es typisch englisch, bis auf das Badezimmer und vor der Küchenzeile mit Teppich ausgelegt. Die Ausstattung ist ausreichend und passabel, Besteck und Geschirr sind eher etwas zusammen gesammelt, einen Geschirrspüler gibt es nicht. Dafür eine Waschmaschine mit Trockner. Der Fernseher ist ein Smart TV, Apps für BBC oder ITV, wie für ARD und ZDF beiuns, scheint es nicht zu geben. Das Bett ist mit 140 Zentimetern normal breit, es gibt nur eine gemeinsame Bettdecke, dafür mehr Kopfkissen als vorstellbar. Garten gibt es auch nicht. Vor der Tür steht eine ältere Bank, leider parken die Nachbarn vor den Haustüren. Im Ort sind jedoch kleine Parks und Ecken, in die man sich setzen kann. Ebenso hat das Cottage keinen eigenen Parkplatz, auf dem kostenlosen kleinen Parkplatz in der Nähe gab es abends immer freie Plätze, tagsüber wegen der vielen Besucher eher selten. Man kann auch auf der Hauptstraße parken, war weniger ein Problem als erwartet. Insgesamt würde ich sagen, dass das Cottage so weit in Ordnung ist, im Vergleich zu anderen etwas teuer. Der Preis liegt sicher auch an der Lage im Ort. In Gayle oder Burtersett gibt es sehr viele günstigere und schönere Cottages, dafür kein Einkaufen um die Ecke. Da muss man entscheiden, was einem wichtiger ist.
Samstag, 20. Juni 2026
Zugesagt sind zehn Stunden Sonne und bis zu 20 Grad. Am Morgen schaffen wir das erste Walkie noch so gerade trocken und diesig. Doch wir wollen ins Swaledale nach Keld. Auf dem Weg zum Auto erwischt uns noch einmal ein Schauer, zehn Minuten später kommt die Sonne durch. So sollte es den ganzen Tag bleiben. Wir müssen also vom Wensleydale ins Swaledale, das geht über den Buttertubs Pass. Nicht so übel wie die Pässe im Lakeland, mäßige Steigungen, gut ausgebaute Straße. Dafür wie immer mit tollen Aussichten.
So kommt man ins Swaledale, nur wenige Meilen weiter ist man in Keld. Keld ist ein ganz kleines Dorf, es gibt aber einen Parkplatz mit Honesty Box und Toiletten, ein kleines Museum, einen Tearoom und einen Campingplatz. Das Tal ist hier sehr schmal, dementsprechend klemmt der Ort quasi zwischen den Hängen. Wir gehen los. Ist übrigens die Tour #2 aus den OS Short Walks Yorkshire Dales.
Erst soll es herunter zu einem Wasserfall gehen, dem Kisdon Force. Leider ist wegen des Regens in der letzten Nacht der Weg total matschig, die Steine extrem rutschig. Und wir sparen uns den Wasserfall und gehen auf die Haupttour. Hier in Keld kreuzen sich zwei Langsteckenwege in England, der Coast to Coast Walk und der Pennine Way. Wirklich viele Wasserfälle gibt es nicht wirklich zu sehen, dafür gehen die letzten 800 Meter am Ende auf einer Straße entlang. Zum Glück ist wenig Verkehr dort, meistens nur Rad- oder Motorradfahrer. Kurz vor dem Ort liegt das Keld Green Café. Wir lassen uns dort nieder, obwohl ich eigentlich Brötchen und Aufstrich fürs Mittagessen dabei habe. Wir bekommen noch einen Platz zum Sitzen, wenige Minuten später fällt eine Wandertruppe ein. Deshalb bekomme ich mein Sandwich mit Thunfisch noch recht zügig. Zum ersten Mal bekomme ich zu meinem Sandwich Kartoffelsalat mit Joghurt, wie man ihn auch in Deutschland kennt. Es gibt hier sogar das volle englische Frühstück, so man möchte. Überhaupt ist die Speisekarte sehr gut bestückt. Wir gehen zurück zum Auto, der Tag ist noch jung.
Wir fahren weiter nach Muker. Das ist einer der drei wichtigsten Orte im Swaledale, Keld, Muker und Thwaite. Beinahe scheitert unser Besuch dort, denn wir finden keinen Platz, wo wir das Auto lassen können. Der Parkplatz im Ort und alle Zufahrtstraßen sind komplett dicht mit Autos. Am Ende finden wir eine Lücke weit außerhalb des Ortes. Muker ist deutlich größer als Keld, hat eine deutlich dörflichere Struktur und auch eine literarische Bedeutung. In der Hauptsache ist Muker Startpunkt vieler Wanderungen, denn Swaledale ist ein sehr beliebtes Wandergebiet. Im Vergleich zu Keld wird das Swaledale hier schon breiter, die Hänge sind weniger steil.
Danach soll es noch nach Gunnerside gehen, für ein Eis oder so. Doch Gunnerside ist genau so voll wie Muker. Kurz vor Gunnerside war ein Hinweisschild nach Askrigg. Das war erst meine Präferenz bei meiner Suche nach einem Cottage, nicht weit von Hawes, aber ohne den Trubel.
Die Straße nach Askrigg ist ein gerade einspuriger Pass, beginnt und endet mit 25% Steigung. Geht über kleine Hügel, so dass man erst oben auf dem Hügel sieht, was eigentlich dahinter kommt. Gibt es Gegenverkehr, muss einer von beiden eine Ausweichmöglichkeit finden. Auf der Passhöhe öffnet sich dann eine große Heidelandschaft. Danach wieder herunter. Askrigg ist ein wirklich schönes Dörfchen, viele der Häuser stammen aus dem 17. Jahrhundert. So kenne ich auch dort das Café Bake-well, das sollte nämlich mein Brotlieferant werden. Das Bake-well ist um halb drei komplett voll, drinnen und draußen. Bei den vielen Wanderern hier kein Wunder. Ich begnüge mich mit einer Kugel Schokoladeneis und wir gehen wieder los. das ist nun die Tour #4 aus OS Short Walks Yorkshire Dales.
Diese Tour läuft wie gewünscht, Steigungen helten im Rahmen, gehen durch uralte Wälder, über Weiden und mit kleinen Bächen für Duna zum Pfotenwaschen und Trinken. Wir kommen um zehn vor vier nach Askrigg zurück, passend kurz vor dem Schließen des Bake-well um vier Uhr. So bekomme ich dort doch noch einen Cappuccino und ein Stück Picnic Slice. Das ist ein Mürbekuchen mit Rosinen und Trockenobst. Das Angebot an Kuchen und Essen ist für so einen kleinen Laden wie das Bake-well wirklich erstaunlich, Sahnetorten sind hier eher selten zu finden, der Kaffee ist ausgesprochen gut.
Mittlerweile reicht uns das Touren auch, wir setzen uns ans Marktkreuz vor der Kirche, ich gehe noch in den Kunstwarenladen gegenüber und nehme ein paar Karten mit. Zurück nach Hawes, es reicht uns für heute. Wetter war super, Sonne satt, 22 Grad. Askrigg wäre wirklich eine gute Location gewesen, nettes Dorf, gutes Café, ein paar Läden zum Stöbern, viele Möglichkeiten für Hundirunden ab Haustür, da Askrigg jenseits der Hauptstraßen liegt. Vielleicht beim nächsten Mal. Askrigg ist übrigens recht bekannt in Großbritannien. Hier wurde die erste Staffel von „All Creatures Great and Small“ gedreht, deutscher Titel „Der Doktor und das liebe Vieh“. Das Pub neben dem Bake-well, das King’s Arms, wurde im Film zum Drover’s Arms, die lokale Tierarztpraxis existiert hier tatsächlich. Der Ort hieß dann in der Serie Darrowby. Die zweite Staffel wird noch heute gedreht, aber nun in Grassington, wo wir in 2023 in die Dreharbeiten gerieten.
Nachtrag: Das Brot von Taste of Wensleydale schmeckte wie getoastetes Stroh, sorry. Das Brötchen von Cockett heute Abend war dafür prima, wenn auch sehr fluffig. Schlug mir aber wieder auf den Magen. Also bleibe ich bei Kingsmill 50/50 vom Aldi.
Sonntag, 21. Juni 2026
Zwar soll das Wetter auch heute schön bleiben, aber wir wollen es etwas ruhiger angehen lassen. Die Ecke um Richmond kenne ich noch gar nicht, Richmond gehört auch nicht zum Nationalpark. Gut 45 Minuten Fahrt über Leyburn. Anstatt planlos durch die Gegend zu laufen, vertraue ich einer Tour in Komoot.
Die Tour bringt es eher nicht, sie führt weit aus dem Ort heraus. Vom Fluss Swale aus ist es dann ein ordentlicher Anstieg bis in den Ort zurück, so viel zum Thema ruhig angehen lassen. Richmond ist keine große Stadt, inetwa vergleichbar mit Ripon oder Skipton. Wobei Skipton doch wieder deutlich größer ist, und ein großes Einkaufsviertel hat. Zwei Dinge zeichnen Richmond aus, einmal die immense Burg und der riesige Marktplatz. Der heute zur Hälfte als kostenloser Parkplatz genutzt wird. Dann gibt es noch einen sehr schönen Park, durch den Tour führt. Viel zu kaufen gibt es in Richmond nicht, eine kleine Fußgängerzone und das war es so weit schon. Da bietet Ripon mehr. Zeit fürs Mittagessen. Wie schon im Reiseführer angedroht, ist Richmond gastronomisch ziemlich verwaist. So landen wir mal wieder im Costa. Man weiß immerhin, was einen bei der Systemgastronomie, was einen erwartet. Wenigstens darf Duna hier mit hinein. Erst danach sehe ich am Anfang der Fußgängerzone in einem Hinterhof ein nettes kleines Café mit einem richtigen großen Angebot an Essen. Zu spät.
Auf dem Rückweg machen wir noch Station an den Aysgarth Falls.
Bevor es zurück nach Hawes geht. Dieses Mal keinen Kaffee in der Creamery, sondern einen Tee und ein Stückchen Kuchen. Ich habe Durst. Die Wettervorhersage für Hawes sagt in der nächsten Woche 30 bis 32 Grad voraus. Das wären für diese Gegend tropische Verhältnisse. Aber erst einmal abwarten. Die Heimat schwitzt unter einer Hitzeglocke, da geht es uns hier besser.
Montag, 22. Juni 2026
Um meinem linken Bein ein wenig Erholung zu gönnen, machen wir heute mal einen ruhigen Tag in den Dales. Was bei uns halt so ein ruhiger Tag wird. Zuerst mal nach Ripon.
Dort gibt es auch Mittagessen. Dieses Mal kein Sandwich, sondern eine Jacket Potatoe. Ripon ist uns aus 2023 noch sehr vertraut, ein nettes Städtchen mit einem breiten gastronomischen Angebot. Dort gibt es auch einen Bäcker unseres Vertrauens, wenn auch nicht die Nummer Eins hier. Der ist nämlich in Pately Brdidge. Trotzdem nehmen wir noch einen Toast dort mit. Wir fahren weiter in diesen nächsten vertrauten Ort, nach Pately Bridge, unserem Urlaubsort aus 2023.
Jetzt machen wir noch einen Stopp auf der Rückfahrt, in einem Highlight der Yorkshire Dales: Grassington. Grassington ist meistens völlig überlaufen. Einmal, weil es ein sehr schönes Örtchen ist, mit vielen Cafés und Restaurants. Aber noch aus einem anderen Grund. Die erste Staffel von All Creature Great and Small war ja in Askrigg gedreht worden. Für die zweite und aktuelle Staffel hat man aber Grassington als Drehort genommen. So kann es leicht passieren, dass man bei einem Besuch in die Dreharbeiten hinein gerät, und sich das Dorf in die Fünfziger Jahre zurück versetzt hat. Oder mitten im Sommer eine Winterfolge gedreht wird, wie wir es in 2023 gesehen haben. In unserem bekannten Café etwas außerhalb der Ortsmitte gibt es Kaffee und Kuchen, wir stöbern etwas durch den Ort und es geht zurück. Dieses Mal war der Ort weniger voll, was am Montag liegen kann.
Auf der Rückfahrt nach Hawes muss ich wegen eines entgegen kommenden Traktors plötzlich sehr weit links fahren und übersehe die Grenzsteine an der Seite der Fahrbahn. Dann morgen einen Reifenservice in Leyburn zu Rate ziehen. Den Tipp mit dem Reifenservice bekam ich im Trekkingladen.
Dienstag, 23. Juni 2026
Der nette Reifenhändler in Leyburn, bei dem wir am Morgen aufschlagen, hat tatsächlich einen ähnlichen und billigen Reifen da. Wir gehen so lange nach Leyburn hinein auf einen Kaffee. An der Ecke am Marktplatz ist das Café Posthorn, das als erstes um 9:30 Uhr öffnet. Das hatten wir noch nicht gesehen, es hat auch die übliche längliche Speisekarte mit Sandwiches und Paninis und vielem mehr. Das wäre dann die Adresse, wenn wir in Leyburn noch etwas essen wollen. Nach einem guten Cappuccino (gibt es in UK irgendwo schlechten Cappuccino?) gehen wir zurück zur Werkstatt und unser Auto ist wieder heile. 90 £ inklusive Aufziehen und Wuchten, da kann man nicht meckern. Nun können wir wieder in Ruhe durch die Gegend brausen. Ersetzen durch das Original müssen wir den Reifen erst zum Winter, sagte der Mann mit der Hebebühne. Übrigens gibt es den Bäcker Thomas, bei dem wir unseren Toast in Ripon geholt haben, auch in Leyburn. Habe ich erst jetzt gesehen. Und das Brot ist wirklich ausgezeichnet, fast so gut wie Yorkshire Born&Bread, aber nicht so arm an Zusatzstoffen. Richtiges Körnerbrot, jedoch ohne zusätzliches Weizenprotein. Aber eben als Toast. Neben der Werkstatt ist der Mole Country Store, also nehme ich noch ein paar Tüten Forthglade-Leckerlis mit.
Wir fahren zurück nach Hawes, ich habe nichts zu essen dabei. Nun passte es mal für ein Mittagessen im Caffee Curva, eine dicke Scheibe Sauerteigbrot mit gebratenen Champignons und Blattspinat, reichlich und lecker. War aber auch das einzige Angebot heute, das für mich als Vegetarier ging. Ansonsten gab es nur Gerichte mit Fleisch.
Ein ganz so großer Gang muss es heute nicht sein, inzwischen sind es nämlich in Hawes 28 Grad.
Es sind nur ein paar Meilen bis zu diesem See. Etwa in der Mitte kommen wir an den Hauptzulauf zum See, ein breiterer Bach, aber ich sehe keine Brücke. Es sieht nicht tief aus, als ich ihn durchqueren will. Was täuscht, in der Mitte reicht das Wasser bis über die Knöchel. Nun steht das Wasser in den Schuhen. Erst als ich fluchend durch bin, sehe ich rechts neben dem Bach im Wald die schmale Brücke. Ich kippe das Wasser aus den Schuhen und wringe die Strümpfe aus. Wie schwer solche Trekkingschuhe werden können, wenn sie sich voll Wasser gesogen haben. Die Tour begeistert nicht gerade, fast die Hälfte der Strecke nach diesem Bach geht auf einer langweiligen Straße entlang. Dazu Mengen an Bremsen, es geht immer wieder bergauf und bergab. Dazu ist es doch wärmer als gedacht, wenn auch auf der anderen Seite des Sees ein bisschen Wind ging. Nur Duna hat Spaß, weil auf dem Weg immer wieder Bäche auftauchen, in denen sie sich abkühlen kann. Und das reichlich. Am Auto mache ich drei Kreuze und wünsche dem, der die Strecke getrackt hat, die Pest an den Hals.
Das Taste of Wensleydale in Bainbridge, das wir noch für einen Kaffee ansteuern, hat leider geschlossen. Die haben nämlich auch Brymor-Eis. Aber das Ice Cream Parlour ein Stückchen weiter hat geöffnet. Die haben aber nur das Yorkshire Ice Cream, also gibt es ein Stück Apple Pie. Durchgeschwitzt, genervt von der Tour, nasse Füße. Zurück ins Heim, ins temporäre. Morgen früh am Morgen auf Tour, denn es soll noch wärmer werden. Am Nachmittag lieber in der Creamery herumhängen. Oder so.
Mittwoch, 24. Juni 2026
Schon am Morgen brennt uns auf der ersten Runde die Sonne auf den Pelz. Also schnell los, bevor es am Nachmittag wieder so warm wird. 28 Grad sind angesagt. Wie fahren noch einmal nach Dent, die verpasste Tour nachholen.
Eine Runde ganz nach Dunas Geschmack. Wir bekommen sogar einen Parkplatz im Schatten am See, ab da beginnt die Tour. Fast ausschließlich Trampelpfade, an vielen Stellen kleine Bäche für Duna zum Trinken oder Abkühlen, nur wenige Meter Straße im Ort Dent. Das Timing passt super, gegen Viertel nach zwölf sind wir wieder in Dent, um im Dent Heritage Center für ein Toastie und einen Kaffee einzukehren. Obwohl Dent nur ein sehr kleiner Ort ist, hat er zwei berühmte Pubs sowie mehrere Cafés. Was wieder an den vielen Touren im Dentdale liegt, der Parkplatz ist inzwischen fast voll. Dentdale ist landschaftlich sehr schön, wenn auch eines der kürzesten Täler in den Dales. Einziges Manko auf der Hinfahrt heute: Die A684 ist kurz hinter Appersett gesperrt, die Umleitung führt in einem großen Bogen durch mehrere schmale Täler erst nach Kirkby Stephen und dann nach Sedbergh. Aus den geplanten 30 Minuten Anfahrt werden über 60. Was wieder auch nicht ganz so schlimm ist, denn man kommt durch mehrere winzige Täler, eingesäumt von hohen Hügeln. Die Fahrzeit vergeht schnell.
Dent ist schon Cumbria. Kendal liegt nicht weit weg, also fahren wir für einige restliche Erledigungen noch einmal nach Kendal. Und für ein Eis. Cappuccino hatte ich ja gerade zum Mittagessen. Verglichen mit Dentdale ist es in Kendal als Stadt drückend heiß. Deshalb geht die Einkaufsrunde deutlich schneller als geplant. Mit überraschenden Entdeckungen. Danach lieber wieder zurück zum Cottage, es reicht langsam mit der Hitze. Wir navigieren gleich über Kirkby Lonsdale und Ingleton zurück, anstatt wieder eine riesige Umleitung zu fahren. Dafür tanken wir hinter Kirkby Lonesdale sehr günstig, Diesel 1,66 £/l, die Spritpeise nähern sich hier langsam wieder denen vor dem Irankrieg an. Nur die Deutschen werden weiter beschissen (übrigens auch bei Medikamenten, IBUprofen kostet hier nur die Hälfte).
Morgen sollen es noch ein paar Grad mehr werden, mal sehen, was wir dann machen. Schwitzen auf jeden Fall.
Donnerstag, 25. Juni 2026
Am Morgen schon von der Sonne angekokelt zu werden, ist in diesen Breitengraden eher ungewöhnlich. Da wir noch Touren ab Haustür haben …
Leider klappte das wohl nicht mit dem Offline-Download, ungefähr nach der Hälfte der Tour meint Komoot, wir seien am Ziel angekommen. Da wir uns inzwischen hier auskennen, machen wir den Rest der Runde frei Schnauze. Mittagessen wieder im Penny Garth Café. Die haben auch Pizza, aber die sind mir zu groß. Am Nachmittag kommt ein wenig eher kühler Wind auf, aber das lassen wir mal mit weiteren Touren. 29 °C sind es mindestens.
Nur am Nachmittag gehen wir noch einmal zur Creamery hinüber, gut, dass die so günstig liegt, es sind nur 400 Meter ab unserem Cottage. Auf der Strecke kann Duna dann noch ihre Geschäfte verrichten. Die Strecke ist zurück verbunden mit einem Weg durchs Dorf, ich habe noch frische Crisps für Duna mitgenommen. Und Eier für zuhause. Versorgung mit Brötchen und Brot am Samstag bei Thomas in Leyburn. Bei den Temperaturen reicht es für heute. Duschen!
Lessons learned: Economic globalization
Der Ticketautomat an einem Parkplatz weigert sich, meine Mastercard zu akzeptieren. Eher als Jux halte ich meine deutsche EC-Karte der heimischen Sparkasse vor den Leser. Und siehe da: sie wird akzeptiert. Seitdem bezahle ich nur noch mit der EC-Karte und die Sparkasse rechnet den Betrag nach dem aktuellen Kurs um. Mastercard berechnet bei jedem Einsatz eine sogenannte Fremdwährungs-Gebühr von 1,5%. Das macht die Sparkasse nicht. Sind zwar keine riesigen Beträge, die ich da spare, aber 1,5% von 1.000 Euro sind immerhin zwei Mittagessen. Das britische Pfund liegt gerade bei 1,16 Euro, das ist beinahe historisch niedrig.
Freitag, 26. Juni 2026
Am frühen Morgen zieht ein heftiges Gewitter über Wensleydale und es gibt eine kostenlose Autowäsche. Gegen acht hat es wieder aufgehört, das erste Walkie verläuft im Trockenen, selbst die Straßen sind fast wieder trocken. Gegen neun kommt die Sonne zurück. Nun noch den letzten Tag bewältigen, der letzte Tag hat immer so etwas Zähes und Unbestimmtes. Blick in die Liste geplanter Touren, die Entscheidung ist einfach.
Zuerst wieder über den Newby Pass, als Straße heißt sie in Hawes Tuffy Hills, dann links ab Richtung Horton in Ribblesdale. Das Dorf hat einen großen Parkplatz am Ortsanfang, der ist jetzt schon voll und große Treks von Wanderern sind unterwegs. Sehen alle aus, als wenn sie den Mount Everest angingen. Der Rest der Strecke ist ziemlich kryptisch, bis wir in Malham ankommen. Keine Strecke für Fahranfänger. Steigungen wieder bis zu 25% und mehr auf einer einzelnen Fahrspur. Dazu die beliebten blinden Stellen (blind spots) auf kleinen Hügeln.
Malham ist gar nicht so klein, es gibt dort mehrere Tearooms und Pubs sowie eine Jugendherberge. Trotzdem ist es heute eher ruhig, während an manchen anderen Tagen laut Fotos die Wege zum Malham Cove voll sind. Leider ist der Wasserfall trocken gefallen, Malham Beck führt aber Wasser, so dass Duna wieder plantschen gehen darf. Kann auch sein, dass die 31 °C heute Mittag viele Leute abschrecken, obwohl auch einige Wanderer außerhalb des Tals zu sehen sind.
Gegen 12:30 Uhr sind wir zurück im Ort. Da es ja unser letzter Tag hier ist, wollen wir uns etwas gönnen. Eigentlich wollte ich eher ein Sandwich oder etwas Kleines, doch im zufällig ausgewählten The Buck Inn stehen auch Fish & Chips auf der Karte. Natürlich nicht so profan, aber eindeutig. Überhaupt ist die Karte im Buck Inn erstaunlich vielfältig. Der Preis von 18 £ ist durchaus üblich, das kosten Fish & Chips genauso in Grassington oder Skipton. Wie ich weiß. Der Fisch ist absolut genial, saftig und doch fest, der Bierteig knusprig und nicht zu fettig. Die Chips sind eindeutig handgemacht, die Mushy Pees nicht zermatscht, sondern noch etwas bissfest mit Stücken von Erbsen. Ein großartiges Essen, für mich etwas reichlich, Duna ist nach reichlich Fisch und Chips ebenso satt. Netter Service, schöner Biergarten. Fehlt in unseren Breiten eindeutig. Doch fehlen auch hier in Großbritannien Servicekräfte, so manche Pubs oder Cafés klagen darüber und müssen Öffnungszeiten einschränken. Kurz vor dem Haus des Nationalparks, an dem auch der Parkplatz liegt, gibt es noch einen Tearoom, der einen netten Eindruck machte. Wir sind zum Glück schon satt. Bisher sind wir in den Dales noch nie verhungert oder haben wirklich schlecht gegessen. Preise haben sich nach den erheblichen Steigerungen nach dem Brexit wenig verändert.
Ich mache den Fehler, noch in den Laden des Nationalparks zu gehen. Nun habe ich auch ein neues T-Shirt aus den Yorkshire Dales. Zurück nach Hawes. Mit fällt nach dem Pub-Besuch in Malham ein, dass ich noch keinen Malzessig gekauft haben, für zuhause. Weil es zu den Chips natürlich Malzessig gab. Das erledigen wir im besseren Lebensmittelladen in Hawes, in der Wensleydale Creamery gibt es danach noch ein letztes Brymor-Eis. Wenn man wissen will, warum dieses Eis so gut ist, muss man sich die Geschichte ansehen. Das hat etwas mit deren Kühen zu tun. Das Eis rundet die Sache für heute ab. Während ich mir im Café gerade das Eis hole, büchst Duna am Tisch draußen aus. Hatte sie wohl nicht richtig angebunden und die Lady durchschaut so etwas sofort. Als ich zurück komme, sitzt dort ein grinsender Brite an meinem Tisch und hält Duna an der Leine. „She escaped …“. Kaum sind wir zurück im Cottage, bricht ein Gewitter los und es regnet etwas. Wir haben in diesem Urlaub eine Menge Glück gehabt, sogar mit dem Wetter.
Heute Abend noch sortieren und packen, so dass wir morgen früh schnell laden können. Noch nach Leyburn, da müssen wir aber eh durch, Brötchen in der Bäckerei von Thomas für die Fähre mitnehmen. Sowie einen Toast für zuhause. Der Toast von Thomas ist so ähnlich wie der selbst gebackene bei Sue auf der Lowerfield Farm. Sue wollte mir aber das Rezept nicht verraten. Zwischenstopp ist dieses Mal ja in Durham geplant. Ist mir hauptsächlich wegen eines Konzertes bekannt. Das ich mir gerne immer wieder ansehe. Genau an diesen Plätzen im Vorspann werden wir vorbei gehen.
Samstag, 27. Juni 2026
Cottage aufgeräumt, ein kurzer Stopp in Leyburn beim Bäcker Thomas und weiter durch das bekannte Catterick Garrison. Durham liegt nur noch eine halbe Autostunde vor Newcastle, was die Fahrt sehr entspannt. Anstatt durch die Stadt zu irren, vertraue ich entgegen bisheriger Erfahrungen Komoot und einer Runde durch Durham. Dieses Mal sollte ich nicht enttäuscht werden.
Durham ist eine vielfältige Stadt mit unterschiedlichen Ecken. Die bekannten Fußgängerzonen in Großstädten mit vielen Geschäften, der historische Teil mit Kathedrale und Burg, die lauschigen Wege entlang des River Wear. Auf der Runde sind einige Steigungen und Treppen zu bewältigen, doch sie verschafft auch einen guten Eindruck dieser Stadt. Dieses Mal eine gute Runde, eine geführte Strecke durch die wichtigen Orte. Nur der Startpunkt ist nicht der beste, am Bahnhof finde ich nur mit viel Glück einen Platz im Parkhaus hinter dem Bahnhof und muss dann erst sehen, wie ich durch den Bahnhof hindurch auf die andere Seite komme.
Gegen Ende der Tour kommen wir an einem Café direkt am Fluss vorbei, das proppevoll ist. Aber mit einer tollen Speisekarte aufwartet. Da wir nur einen einzelnen Platz brauchen, findet die Bedienung schnell ein Eckchen für uns. Eine große Scheibe Brot mit geräuchertem Lachs, darauf zwei pochierte Eier mit holländischer Sauce. Sehr lecker und frei von Geschmacksverstärkern. Wer also die wichtigsten Ecken von Durham sehen möchte, ist mit der Tour gut beraten.
Weiter Richtung Newcastle, besser North Shields, wo im Royal Quay unser Schiff liegt. Wieder wartet die King Seaways auf uns. Vorher noch eine kleine Runde durch den alten Hafen, wo es ebenfalls einige Restaurants gibt. North Shields ist immer noch ein Fischereihafen in Vollbetrieb, so wundert es nicht, dass es dort jede Menge Fish & Chips gibt. Und etwas am Ende ein gutes Eiscafé. Duna erledigt noch die wichtigsten Geschäfte, dann weiter zum Einchecken auf die Fähre. Der Captain hat es heute wohl eilig, das Schiff legt schon eine Viertelstunde früher ab. Wir schaffen noch so eben den Gang aufs Außendeck für die Hunde zu einem letzten Blick auf unsere Heimat des Herzens. Wenn sich in solchen Momenten ein wenig Wehmut einstellt, kann das kein schlechter Urlaub gewesen sein. Vielleicht fehlt mir zuhause auch die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen hier, die alltägliche Rücksichtnahme.
Lessons learned: Famous last words
Für mich ist das beste Zeichen, dass es ein schöner Urlaub war, wenn ich mich zuhause erst einmal wieder zurecht finden muss. Mal abgesehen von dem letzten Tag der Hitzewelle, die wir hier noch miterleben durften. Die Wohnung war ein Backofen, 36 Grad, die in den dicken Wänden steckten. Es dauerte Tage, wieder auf erträgliche Temperaturen zu kommen.
Alle Bedenken hinsichtlich Größe und Lage des Cottage The Little Bower haben sich schnell erledigt. Zwar mag ich es sonst lieber ländlicher, ich habe auch schon schönere Cottages gehabt. Dann aber war nett, in wenigen Fußminuten das Caffe Curva, das Penny Garth Café oder die Creamery für Kaffee, Kuchen, Eis oder ein little lunch zu haben. Gerade das Penny Garth, das mir erst etwas spelunkig aussah, wurde ein bevorzugter Platz zum Essen. Oder wir schauten uns nur die Auslagen der vielen sonstigen Läden in Hawes an. Die beiden Lebensmittelläden im Ort hatten alles, was man braucht und viel mehr. In den Pubs reichte die Speisekarte vom Sandwich bis hin zu kompletten Menues. Dunas Lieblingsplatz war der große Sportplatz mit den Kaninchenhorden, mein liebster Walkie war zur Wensleydale Creamery für Kaffee und Kuchen. Oder für eine Jacket Potatoe mit Baked Beans und Wensleydale Cheese. Trotz der Ortsnähe hörte man abends vor der Tür nur das Rauschen von Gayle Back.
Wer zum Wandern in die Dales möchte, dem würde ich Wensleydale empfehlen. Wharfedale wäre noch eine Alternative, aber ohne die Einkaufsmöglichkeiten. Viele Touren haben wir ab Haustür gemacht, noch viele weitere und längere Runden wären möglich gewesen. Hätten da nicht kaputter Rücken und gestauchte Hüfte im Weg gestanden. Weitere Highlights waren Upper Swaledale, Dentdale und Ribbledale. Letzteres kannte ich noch nicht. Schon die Fahrten dahin über Buttertubs oder Newby Pass waren ein Erlebnis. Selbst die eher weitläufige Rückkehr nach Ripon, Pateley Bridge und Grassington hatte etwas für sich. Wensleydale ist so etwas wie die Essenz dessen, wie man sich so die Yorkshire Dales vorstellt. Nur eben alles kleiner, enger, freundlicher. Alle weiteren Highlights sind in einer halben Stunde Autofahrt zu erreichen. Großes Einkaufen in Catterick bei Tesco oder in Kirkby Lonsdale mit dem Booth. Der Aldi ist in UK immer einen Besuch wert, das Sortiment orientiert sich eher an Tesco. Auch Duna hat die Touren genossen, mit den Bächen zum Plantschen, den Trampelpfaden und den vielen Kontakten zu anderen Hunden. Was nun in 2027? Sollte die North Yorkshire Coast werden. Doch wenn tatsächlich noch einmal die Dales, dann eher ein kleinerer Ort und mehr Pampas. Aber Wensleydale oder Wharfedale. Ganz sicher bin ich mir da wieder nicht, denn ich habe Hawes ins Herz geschlossen. Und die Wensleydale Creamery.




























